Die EDV-Umzeichnung der DR von 1970: Regel und Ausnahmen

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Ölgefeuerte Dampflokomotiven
Bei den Ölloks der Baureihen 015, 0310, 18, 19, 5050 und 95 blieben die drei Stellen der Ordnungsnummer, um die vorangestellte „0“ ergänzt‚ erhalten. Beispiele:

–    01 501 = 01 0501-5,
–    03 1010 = 03 0010-3,
–    18 314 = 02 0314-1,
–    19 022 = 04 0022-6,
–    50 5002 = 50 0002-1,
–    95 027 = 95 0027-3.

Bei der Baureihe 44 mussten zwei ölgefeuerte Loks ihre Identität abgeben: –    weil 44 195 = 44 0195-6, deshalb 44 1195 = 44 0194-4 !  und – weil 44 569 = 44 0569-2, deshalb 44 1569 = 44 0567-6, denn die 44  0568-4 wurde von 44 1568 belegt.

Kohlenstaublokomotiven
Die wenigen Kohlenstaubloks der Baureihe 44 und 52 boten keine Konflikte, die alte Ordnungsnummer war aber schwer erkennbar:
–    44 9268-2 (ex 44 268), aber 44 9272-4 (ex 44 1272) oder –    52 9580-3 (ex 52 1580) und 52 9594-4 (ex 52 3594).

Bei den übrigen kohlegefeuerten Loks wurden dreistellige Ordnungsnummern mit einer vorgestellten „1“ ergänzt, während vierstellige erhalten bleiben konnten. Keine Regel ohne Ausnahme: Die Loks der Baureihe 010-2 und 030-2 erhielten eine „2“ vorgesetzt, um sie von den kohlegefeuerten 015 und 0310 unterscheiden zu können. Diese „2“ erhielten sowohl die Loks der Baureihe 44 als auch die wenigen der Baureihe 935-12 (pr. T 141) mit dreistelligen Ordnungsnummern, damit die vierstelligen ihre „1“ behalten konnten. Im ähnlich gelagerten Fall der pr. T 161 (945-18) verzichtete man aber darauf, weil die „2“ in der Ordnungsnummer den sächsischen 94ern (9420-21) vorbehalten waren. Nummerndopplungen kamen bei Vorsatz der „1“ bei der Baureihe 94 nicht vor.
 

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